Dienstag, 10. Juni 2014

Griechische Theogonie Kapitel 1: Die Älteren Götter / The elder gods

1.Die älteren Götter

Aller Anfang war Chaos
ohne Gestalt
in ewigem Schlafe
dunkel und kalt
sich selbst nicht erkennend
jenseits der Fesseln
nicht zu benennend
in Zeit und in Raum
Den eigenen Schatten nahm er sich
zum angetrauten Weibe
gebar das Dunkel und das Licht
aus seinem Ätherleibe
Hemera ist der Glanz des Tages
und Nyx die Finsternis der Nacht
ihr Bruder Eros vereint alle Welten
und Erebos hat in den Tiefen die Macht
Mit schwarzen Flügeln den Himmel durchmessend
Schrecken der Götter, gefürchtete Kraft
Erebos den Dunklen als Gatten erwählend
als Schöpfer gestaltet Nyx und schafft
das Leid und die Freud der Weltengeschlechter
Die Kinder – Der Tod und das Verderben
Thanatos und Geras betreten die Welt
bringen der Schöpfung den Schmerz und das Sterben
den Stärksten ihr Wirken mit Sicherheit fällt
mit ihnen Styx und seine Schwester der Zorn
Nemesis – bringend Entsagung und Not
Elend folgt ihr als Herold zu Fuße
barmherzig erscheint da ihr Bruder,der Tod
Mächtige, weise Tochter des Chaos
Gaia – Mutter von allem auf Erden
Du meistgeschmähte Geliebte des Lichtes !
Sollst Ahnherrin aller Geschlechter werden
Als einer der letzten der Protagenoi
verleiht sie dem Männlichen endlich Gesicht
gebiert Uranos, den Vater – ihren Geliebten
das Welten durchdringende himmlische Licht
träumend das von nun an und für alle Zeit
wo sie auch wär, er wäre immer dabei
und das er Hüter des Friedens
und Schöpfer der Welt
und sichere Wohnstatt den Göttern sei


Chapter one – the elder gods

The beginning was chaos
in not ending sleep
without any shape
in darkness so deep
not knowing itself
beyond every chain
nameless and shapeless
so cold and so vain

His own shadow he did take
as his married bride
and out of his aether body he gave birth
to the darkness and the light

Hemera is the radiance of the day
and Nyx the dimness of the night
their brother Eros unites all the worlds
and deep down Erebos has power and might

with black wings measuring the wideness of heaven
choosing dark Erebos as divine lover and groom
feared by all gods, Nyx is creating
joy and pain for the lineage of being
with dreaded hands in her infinite loom

Their children are many – death and destruction
Thanatos and Geras entering the earth
bringing dying and grief into creation
with the promise to weaken the strong right from birth

with them comes Styx and his sister the rage
Nemesis – bringing renouncement and need
merciful her brothers appear when comparing
cause her herald is misery right at her feet

mighty and wise, daughter of chaos
Gaia – mother to evrything born on our globe
oh most reviled beloved of the light
to the lineage of all you'll give shelter and hope

as one of the last of the protagenoi
she gives finally face to the precept of man
procreates Uranos, her eternal lover
dreaming that forever from now on she can
be safe in his company and he's retaining the peace
as the abode and keep for their children divine
and their creation, the world they did make
to guard and secure all their ancestral line

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