Freitag, 12. Oktober 2018

Narrenfreiheit

12/13.10.18

Mit der Freiheit eines Narren
Werf ich die Masken in den Wind
Werd nicht in Sorg und Angst verharren
Die nur Kerkerfesseln sind
Mit einem Bein auf Inselerde
Im Himmel mit dem andren Fuß
So steh ich fest und bin und werde
So sing ich liebend meinen Gruß
Und den Spötter lach ich an
Und dem Zweifler ruf ich zu
Glücklich bin ich Mensch und Mann
Ohne Angst geh ich zur Ruh
Mit der Freiheit eines Toren
Freu ich mich was kommen mag
Täglich bin ich neu geboren
Täglich ich die Liebe wag

Inspired by Chemnitz

7.9.2018

Muttersprache, Vaterland
Gab mir Wurzeln, festen Stand
Doch ich wuchs, brech nun hervor
Reck zum Himmel mich empor
Weiß der gleiche nasse Regen
Trifft uns auch auf fernen Wegen
Und die Schatten ins Gesicht
Wirft ein einzig Sonnenlicht
Freude, schöner Götterfunken
Dich besing ich liebestrunken
Brüder, Schwestern - warum hassen?
Will mein Herz euch offen lassen
Lad euch un-bedingt mit ein
So nur kann ich glücklich sein

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Projekt "Schöne Gedanken teilen 2"



Über die Liebe

If you’re lonely in dark night
If you're to weak to face the fight
If you're lost and out of sight
If you can't see any light
If you're afraid to start the day
If you're prefer to hide and stay
If you don't know to whom to pray
If you're missing words you want to say

Take my promise, take my hand
Together we will find the land
Only one can set you free
It's a secret, hidden key
beyond fear and behind sin
Believe my friend - that love will win

“Love is all you need” - Liebe ist alles was du brauchst ? Das klingt erstmal wie deine romantische Platitüde, gerade im Ohr des Einsamen und Verlassenen, im Angesicht von Armut und Krankheit oder wenn uns Kummer und Angst quält.
Und doch ist es die tiefste Wahrheit, der entscheidende Schlüssel und der einzige Weg zum Glück. Christus sagt uns durch das Neue Testament  “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich!” (Johannes 14.6) und meint damit nichts Anderes.
Aber dabei ist nicht die Rede von der Lust des Leibes oder dem Begehren der Seele
Denn Ersteres ist schal ohne Liebe und will immer wieder wiederholt werden, ohne dauerhaft zu befriedigen, während Zweiteres zwar Glück verspricht, dieses Versprechen aber nie erfüllen kann, wenn das Begehren denn erfüllt wird - stets wartet Enttäuschung und die Suche nach dem nächsten, das zum Glück zu fehlen scheint.
Wovon die Weisen sprechen, ist die Liebe des Geistes, die immer nur im Moment gefunden werden kann und deren Erlebnis allem eine neue Qualität verleiht. Diese Liebe ist jenseits von Verstand und Begründung, erkennbar allein dadurch, das sie sich richtig und wahr anfühlt, das sie Grenzen in uns auflöst und Verstehen mit sich bringt.
Und sie ist allgegenwärtig, für jeden greifbar der sie finden will - alles was der Suchende braucht, ist der Wille zur Achtsamkeit.
Besinne dich auf den Moment, schiebe nur für den Augenblick Vergangenheit und Zukunft beiseite - und sie wird dich erfüllen.
Widerstehe dem lauten Ruf der Angst - und ihre Stimme der Stille wird augenblicklich in deinem Herzen widerhallen.
Lass ab vom Bewerten und dem bloßem Anschauen - und du wirst das Wesen der Dinge sehen, sie verstehen und nicht anders mehr können als sie zu lieben.
Manche mögen sagen, dies sei zu schwer und man könnte nicht einfach so alles lieben… jedoch würden andere antworten, das man es zumindest versuchen sollte. Und wer es versucht, dem wird es gelingen, denn die Schwierigkeit ist nur eine verzweifelte Illusion der Angst, die sich schon durch den bloßen Versuch im Nichts auflöst und durch unendlichen Lohn ersetzt werden wird.

Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.





Montag, 8. Oktober 2018

Projekt "Schöne Gedanken teilen 1"





Über das Leben im Jetzt

"Das Gestern ist fort - das Morgen nicht da. Leb' also heute!"

In der Einfachheit der Dinge liegt die Schwierigkeit der Tat.
Einfach ist es zu erkennen, das es immer das Hier und Jetzt
ist, in dem wir leben - immer im Heute, immer im Moment.
Doch liegt es in unser Menschlichkeit, das wir diesen
Augenblick so oft unachtsam verstreichen lassen,
uns in der Erinnerung des Vergangenen verlieren oder
unsere Pläne für die Zukunft schmieden.
Dies ist Teil von uns, denn als Menschen sind wir stets
im Werden begriffen.
Doch wer stetig wird, der wird nie sein.
Aber auch das Sein ist Bestandteil unser Existenz,
ist unser Bindeglied zur Zeitlosigkeit und Ewigkeit.
Darum raten die Weisen wie die Narren dazu,
hin und wieder nur den Moment zu genießen, 
denn dort finden wir unsere Mitte und unseren festen Grund.
Im Jetzt zu leben ist etwas dem keiner entgehen kann,
das Jetzt zu erleben aber bedarf Übung und Achtsamkeit.

"Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen."

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