Montag, 20. Februar 2017

Quakers quote


“You may say Christ saith this, and the apostles say this, but what canst thou say? Art thou a child of the Light and hast thou walked in the Light, and what thou speakest is it inwardly from God?”

Menschenkinderpflicht

Menschenkinderpflicht
17.02.2017


Die Zeit gebietet mir, mein Gewissen auszudrücken
Meine Gedanken auszuführen, Meinungsstark zu bleiben
Was mich bewegt, in Reimen aufzuschreiben
Und ihren Sinn mit Taten dann zu schmücken

Sinnfrei bleibt das Wort, kommt aus dem Mund es, nicht von Herzen
Faul die Frucht, wenn denn  der Stamm längst innerlich vergangen
Die Freiheit kann nicht geben, wer selbst blind und taub gefangen
Geschweige Liebe gar, gefesselt zwischen Angst und Schmerzen

Sehnend nach Glück, so suchen wir
Und wissen dabei kaum wonach wir streben
Ohne Grund und ohne unser Ziel zu kennen

Wendend zurück, so finden wir
Im Ursprung Sinn und Zweck zu Leben
Doch bleiben sprachlos, unfähig es mit Sprache zu benennen





Lehrlingssonnett - Hommage an Andreas Gryphius


Lehrlingssonett
 -
Hommage an Andreas Gryphius
04.02.2017
TtL

Die Worte ehrend, streng geformte Kunst
Die Meister zeigen, wie der Vers gefügt
Der Lehrling übt sich, hoffend das genügt
Sein Erstversuch dem Ohr, erntet Höhrers Gunst

Jedoch nicht Kriegsnot, wie in alter Zeit
Nicht wuchernd Ängste, Liebe ich besing
Furcht belächle ich, Opfer ich erbring
Nur einem Gotte, dem in Ewigkeit

Mein Herz ist sicher, liegt in seiner Hand
Die Sehnsucht lockt mich und das Stolpern droht
Der Leib im Zwiespalt, wohin er sich wend

Doch mit dir schreckt nichts, nicht die höchste Wand
Der tiefste Flusslauf, nichts bringt mich in Not
In dir geborgen, von Anbeginn bis End


https://de.wikipedia.org/wiki/Sonett
https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Gryphius



Freitag, 3. Februar 2017

Stabgereimtes Doppeldutzend - Hommage an das Hildebrandtslied

Stabgereimtes Doppeldutzend
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Hommage an das Hildebrandtslied
03.02.2017
TtL

Im Stabreim will ich schreiben, im Stil der Lieder alt
Die Worte will ich wenden, in wohlgestaltet Form
Dem Dutzend angemessen dünket, des Dichtens Kunst zu teiln
Die Liebe sei das Ziel des Lobes, jedes Lied nur ihr zur Ehr
Ihr Preisgesang ist gleichsam Prophetie, ihr Paradies im Heute
Ihr Friede birgt des Herzens Freuden, ihr Feuer schürt die Seelenglut
Die Zeit verrinnt nur noch mit Zögern, ist Zeuge sie und momentan
Wenn voller Anmut du vor meinen Augen, vom Abend bis zur Morgenstunde neben mir verweilst
Das Tageslicht mag rufen mich zu Taten, doch tatenlos will ich doch noch verharrn
Das Wunder zu bestaunen und das Werden, im Wissen fand ich's nicht, nur im Vertraun
So wag ich es mit dir auf alle Wegen, die Warnungen der Vorsicht send ich fort
dein Lächeln ganz allein wird es mir lohnen, deine Liebe aber unbedingt


Donnerstag, 2. Februar 2017

Ghazal for you - Hommage an Rumi


Ghazal for you

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Hommage an Rumi


02.02.2017
Berlin TtL


Wohlan! Auf dass das Werk mir gut gelinge
beim erstes Mal, da ich nach Sufiart besinge


In hochgeschätztem Versmaß, neuen Worten
ich Lobpreis und ich Huldigung erbringe


Nach Rumis Spuren suchend, schreibend
ich Unbegrenztes in zu enge Bande zwinge


Da ich dir zuruf “LIEBE!” und du anfängst zu verstehn
das sie ist fern und ledig jedem Dinge


Vertrau dem Herrn und gib nicht nach der Angst
schwör ich mir zu, so oft ich mit ihm ringe


Nunwohl! Beredtes Schweigen mag nun folgen
genug von dem, dem allzugern ich mich verdinge


Entlang dem Pfad mit jedem Stein und allen Dornen
auf das nach Wort in Tat nunmehr ihr Segenslied erklinge


https://de.wikipedia.org/wiki/Ghasel