Freitag, 21. Oktober 2016

Camino con café, musica y amor (Dt.) - Einleitung







Camino con café, musica y amor

-

Diary of a finder











Bekenntnis und Versuch


Zeugnis soll dies sein
im Namen meines Vaters
und in der Zunge meiner Mutter
und zu Ehren meiner unbesiegten Sonne

nach bestem Wissen und Gewissen
will ich bekennen
was ich schaute und was ich sah
was ich dachte und erkannte
wohin ich ging und wohin mich meine Schritte führten
wen ich traf und was mich traf

wer glauben kann, mag glauben
wer zweifeln muss, soll zweifeln
doch ohne Lüge, treues Bild
ein Bekenntnis meiner
soll dies Zeugnis sein

Tom Hagemeister
Berlin 27.September 2016




1.Einleitung - Wer ich bin und warum ich schreiben muss




Mein Name ist Tom, abgeleitet von Hebräisch Thomas, dem “Zwilling” - Ein Volltreffer in der Namensgebung, so würde ich zu behaupten wagen.
Vollständig Tom Hagemeister und ich bezeichne mich selbst gern als pflegenden Philosophen, Dichter und dilettantischen Sänger & Liedermacher.
Aber über allem bin ich Eines - Prediger der Liebe!

Ich bin überzeugt alles dreht sich allein um Sie - Sie treibt uns an, Sie ist was wir sehnend suchen. Ihre Abwesenheit lässt alleine trauernd uns zurück, schwach und verletzlich, zugleich aber vermag Sie uns auch das Rückgrat zu stärken und inspiriert zum Glück, können wir Sie denn finden.
Ich bin kürzlich von meinem dritten Jakobsweg zurückgekehrt und fühle das Bedürfnis meine Erfahrungen zu teilen, mit jedem der Zuhören und Lesen möchte.
Dies ist eine Geschichte über Einsamkeit und Gesellschaft, über Zweifel und Überzeugung, über menschliche Begierde und das unwandelbare Glück, nach dem wir alle Ausschau halten.
Ich würde es gerne eine Geschichte über die Liebe nennen, eine wahrhafte Liebesgeschichte.

Ohne Titel II
07.04.1999

Wirr der Kopf
er will nicht schweigen
jener stete quellend Reigen
dir zum Ruhme singend Worte
plagen mich an jedem Orte
kann nicht schlafen
kann nicht essen
kann und will dich nicht vergessen
bist alles was ich will, begehre
bis der Grund das ich verzehre
mich in Sehnsucht in Verlangen
doch vergebens, bist gegangen

Am 4.April 1999 erschütterte ein Verlust mein Leben und mein Ego, wie es so vielen so häufig in der Jugend widerfährt.
Nur einige Wochen Wochen zuvor hatte ich mich in ein wunderschönes Mädchen verliebt und auch ihre Zuneigung errungen – zumindest erschien es mir zunächst so. Jedoch nach nur zwölf gemeinsamen Tagen trennte sie sich wieder, aus Gründen die im späteren Verlauf durchaus noch eine Rolle spielen werden.
Vom soeben erklommenen Himmel fühlte ich mich in die tiefste Hölle zurückgeworfen – doch eine Sache verblieb. Die Erinnerung an Tränen des Glückes, geweint mit ihr in meinen Armen. Aber der Schmerz den ich nun fühlte war anders, war voller Gründe, war so verschieden in seinem Wesen verglichen mit der früheren Freude.
Irgendwie war ich überzeugt, das er seinen Ursprung nicht in meiner unbegründbaren Liebe zu ihr haben konnte.
Das war der Tag, an dem meine Wanderschaft begann - mein Versuch zu verstehen was Liebe ist und wo die wahren Gründe dieses andren Schmerzes liegen.

Meine Suche trieb mich in eine mehr als dreijährige todessehnsüchtige Depression, brachte mich dazu, mich von den Dingen abzuwenden, die mich vorher faszinierten.
Meine Tante gab mir die ersten Hinweise mich mit Religion und Spiritualität zu beschäftigen und Buch für Buch lernte ich mehr darüber, was andere Suchende bereits herausgefunden hatten.
Die ersten Empfehlungen und die “Prophezeiungen von Celestine” schob ich allerdings als “viel zu weiß” beiseite und begann stattdessen mit Aleister Crowleys “Magick” , entdecke Blavatskys & Steiners Theosophie und stolperte über Annie Besants Kommentar, die Stimme der Stille und die Ideen von Hinduismus und Buddhismus. Thorwald Detlefsen gab mit “Schicksal als Chance” andere wichtige Impulse.
Immer noch von Schmerz getrieben und auf der verzweifelten Suche nach einem Weg mein schreiendes Herz zum Schweigen zu bringen, entschied ich mich im absolutistischen Idealismus der Jugend in ein buddhistisches Kloster in Kandersteg/Schweiz zu gehen – wenn schon der östliche Weg, dann wenigstens im angemessenem “Stil” .
Wenngleich ich zusammen mit meinem besten Freund nicht länger als etwas eine Woche dort blieb, so lernte ich doch Lektionen für mein Leben.
Während der Meditationen gelang es mir für einen endlosen Moment nicht zu denken und als ich zurück kam, weinte ich erneut – und wieder vor dieser Freude!
Dieser Augenblick blieb ein prägendes Erlebnis, das mir fortan in jedem dunklen und zweifelnden Moment meines folgenden Lebens stets Stärke & Zuversicht gab
Mein Lieblingsbild dies zu umschreiben ist stets der Verweis auf meine Überzeugung, das ich nackt in der Wüste sitzen könnte – und doch wäre alles was ich zu meinem Glück brauche bei mir – wenn ich die Zeit nur zu lassen und es zu greifen vermag – und was mir einmal gelang, kann mir auch erneut gelingen!


इन्द्रं॑ मि॒त्रं वरु॑णम॒ग्निमा॑हु॒रथो॑ दि॒व्यः स सु॑प॒र्णो ग॒रुत्मा॑न् ।
एकं॒ सद्विप्रा॑ बहु॒धा व॑दन्त्य॒ग्निं य॒मं मा॑त॒रिश्वा॑नमाहुः ॥४६॥

Ṛg Veda 1.164.46

Zudem begriff ich, das ich nicht notwendigerweise in fremden Landen suchen muss, es bedurfte gar nicht das Lernen neuer Sprachen und alter Rituale.
Alles was Buddha spricht entspringt dem gleichen Geist wie die Lehren der Bibel, zwei Religion sprechen von nichts anderem als Liebe – das musste ich studieren und mehr heraus finden! Nun genoss und verstand ich “die Prophezeiungen von Celestine” - wahrlich ein lesenswertes Buch.
Ein anderer Schatz war ein Glücksfund in einem Antiquitätengeschäft - “Die großen Eingeweihten” von Eduard Schoure, im Einband ein Symbol, das hoffentlich bald nicht mehr nur in meiner Seele, sondern auch in meiner Haut eingraviert ist.
Etwa in dieser Zeit machte mir meine Tante erneut ein seltenes Geschenk und weihte mich in den ersten Grad im Reiki, etwas, das andere Theorien mit Erleben erfüllte.
Außerdem gab sie mir zwei Bücher mit großem Einfluss auf mich - Armin Risi's “Der multidimensionale Kosmos” & Barbara Ann Brennans “Licht-Heilung

So ging ich zurück nach Deutschland, mit dem Plan Philosophie und vergleichende Religionswissenschaft zu studieren. Da ich den Start des Semesters verpasst hatte, konnte ich jedoch nicht direkt in Berlin beginnen. So versuchte ich die Zeit zu überbrücken und studierte Informatik, etwas was mich in meinen Jugendjahren stets fasziniert hatte.
Bald allzu bald fand ich heraus, das mich die Quantität der Nummern nicht mehr zu fesseln vermochte, die Qualität der Zahlen faszinierte mich nun viel mehr.
So ging ich nach nur einem Semester dann doch nach Berlin und wechselte zu Philosophie und vergleichende Religionswissenschaft. Was ich dort lernte und warum ich es nach 2 ½ Jahren wieder beendete, wird immer mal wieder auch Teil der folgenden Geschichten sein.Ich las Cusanus & Aurelius Augustinus und stolperte über “Kasskara und die sieben Welten” als ich einer hübschen Frau nachjagte. Ich kämpfte für Rudolf Steiners “Aus der Akasha-Chronik” und floh vor Nietzsche, verknotete genussvoll meinen Kopf mit Heiddegger und nur Formale Logik fürchtete ich .
Ich sammelte Bruchstücke von Wissen aus den Heiligen Büchern, studierte die Oberfläche von Kabbalah, Bhagavad Gita und Bibel, ich las uralte Legenden und Geschichten, entdeckte Rumi, Teresa of Ávila und St.Francis of Assisi.
Ich lernte die Perspektive zu wechseln, zu argumentieren, zuzuhören und Makel aufzuzeigen. Letztendlich machte ich sogar meinen Frieden mit der Kirche, sah ihren Kern und nicht länger nur ihr löchriges Gewand.
Nur ein gravierender Nachteil machte sich bemerkbar – es war nahezu unmöglich die Erkenntnisse mit Menschen außerhalb meines akademischen Zirkels zu teilen.
Dies und die Ereignisse welche die Welt im Jahr 2003 erschütterten ( Irakkrieg von Bush II.) überzeugten mich, das ich dringend zusätzliche praktische Kenntnisse erwerben musste.
Aus einer spontanen Entscheidung heraus beendete ich meine universitäre Laufbahn und begann eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger.
In dieser Periode meines Lebens traf ich zudem die zweite Frau, die mein Leben nachhaltig beeinflussen sollte. Sie veränderte meine Sicht auf die Realität entscheidend, als ich durch sie lernte mein Begehren als notwendigen Teil meines Werdens zu akzeptieren.
Ein unabtrennbarer und unvermeidlicher Teil, der zugleich aber auch eine unglaublich spannende Herausforderung und Aufgabe ist.
Und wieder weinte ich...Nach dem ersten wahrhaft hoffnungslosen und glaubenden Gebet und einer Antwort aus Liebe und Verständnis, die mich erfüllt von Demut zurück ließ.

Am Ende meiner Ausbildung zum Pfleger verliebte ich mich erneut, meine Lehrerin im Reich der Körperlichkeit betrat die Bühne meines Lebens.
Sie belehrte mich über die Wichtigkeit der Lust und begleitete mich fast drei Jahre.
Ihr Unterricht war gemacht aus Freude und Schmerz, eine aufrüttelnde Dosis im Leben leben!
Ich schulde ihr viel und leider ist sie die Einzige, zu der ich weitestgehend den Kontakt verloren habe. Ich verließ sie wütend und verletzt in meinem männlichen Stolz und es brauchte lange Zeit, bis ich wieder fähig war, ihr in Liebe zu gedenken.
Die wenige Zeit die noch verblieb während ich lernte das Leben zu genießen, verbrachte ich damit, alles zu lesen was mir in die Finger kam und weiter an meiner Sicht der Dinge zu puzzeln.
Ein Produkt und gleichzeitig Symbol dieser Zeit ist meine immer noch unvollendete “Griechische Theogonie”.

Seit damals arbeitete ich als Pfleger für verschiedene Unternehmen.
Ich startete in der künstlichen Heim-Beatmung, arbeitet dann in der Charité auf einer nephrologischen/urologischen Station mit Spezialisation auf Nierentransplantationen.
Passend dazu versuchte ich danach Erfahrungen in der Dialyse zu sammeln und bereite mich nunmehr mit Hilfe einer Leiharbeitsfirma darauf vor, in absehbarer Zeit in die Welt hinauszuziehen - momentan scheint mir die Arbeit als Pfleger auf einem Schiff als schöner nächster Schritt.

Erstmals las ich über den Camino in meiner depressiven Phase in dem bekannten Buch „Auf dem Jakobsweg“ von Paulo Coelho. Sofort fand ich die Idee diesen Weg auch einmal selbst zu laufen sehr ansprechend, aber bis es dazu kam sollte noch viel Zeit ins Land streichen.
Lustigerweise gab mir mein jüngster Cousin den finalen Stoß, als er den einfach losging ohne vorher lange darüber zu schwadronieren.
Vom Weg inspiriert kam er in Liebe zurück, infiziert vom Camino-Fieber, bald schon den Nächsten planend.
Er forderte mich auf ihn zu begleiten und das tat ich.
Wir entschieden uns den Portugiesischen Weg zu gehen und starteten 2012 in Porto zu einer Wanderung von etwa 220km.
Es war eine großartige Erfahrung, wenngleich ich immer noch einen großen Rucksack aus Verletzung und Wut mit mir herumschleppte. Aber der Weg belohnte mich augenblicklich und es gelang mir das Herz einer beeindruckenden Frau aus England zu gewinnen...und natürlich war es ihr ein Leichtes das meine zu erobern.
Auch wenn die Bedingungen schwierig waren, verbrachte ich wundervolle 1 ½ Jahre mit ihr, letztendlich machten meine Fehler es ihren Zweifeln aber einfach - und es uns unmöglich unseren Weg weiterhin gemeinsam zu gehen.
Aber ich lernte etwas sehr Wichtiges, ich erkannte welche Art von Frau ich an meiner Seite haben möchte – Jemanden, der die Auseinandersetzung nicht scheut und doch auch gemeinsame Ruhen kann, gleichsam Herausforderung und Belohnung zugleich.



Sie lehrte mich Lektionen in Mitgefühl und Achtsamkeit, in Stärke, in Respekt und in Konsequenz.
Mein Vertrauen in Wahrheit und Liebe schien mir belohnt und die Vollendung der Suche in greifbare Nähe gerückt. Warum also sollte ich gerade jetzt damit aufhören?

Weniger als ein halbes Jahr später startete ich meinen zweiten Camino, dieses Mal alleine auf der nördlichen Route mit etwa 330km Wanderstrecke.
Ehrlich gesagt war meine Hauptmotivation, über den selbstverschuldeten Verlustschmerz hinwegzukommen und wieder zurück in die Stimmung zu gelangen, die mich auf dem ersten Weg so glücklich gemacht hatte.

Und es funktionierte – wenngleich auch in unerwarteter Weise.
Nach etwa der Hälfte des Weges traf ich eine Slowakin und sie verzauberte mich in ganz anderer Weise mit ihrer Art mich anzuschauen und die Welt zu erleben.
Obwohl wir nicht während des Caminos letztendlich zueinander fanden, so besuchte ich sie doch kurz danach in Bratislava und eine weitere wichtige Zeit meines Lebens startete.




Unglücklicherweise gelang es uns nicht unsere Beziehung über die Oberfläche hinaus zu entwickeln und uns einander wirklich zu öffnen.
Viel zu schnell begannen wir schon nebeneinander zu leben, verloren den Drang uns täglich neu zu entdecken – und das vernichtete jede Hoffnung auf eine freudevolle Zukunftsperspektive.
So traf ich die schmerzvolle Entscheidung, meinem Weg wieder alleine zu gehen.
Nichtsdestotrotz war die Lektion von großer Bedeutung, denn ich lernte wie ich mein Leben nicht möchte, was ich nicht ertragen kann und wie schwer es manchmal ist seinem Herz zu folgen - wie einfach dagegen jedoch zufrieden vor sich hin zu dämmern.
Und schlussendlich wie schmerzhaft und doch zugleich wie lohnenswert es ist, immer wieder alles für die Liebe zu riskieren.



pilgrimage
25.9.2014


May the hills be steep and stony
May the way cross road and field
On and on my feet are walking
And love and faith they are my shield
May the sun burn hot down on me
May the wind blow in my face
May the rain will keep on falling
Ev'rywhere I see your grace
May my feet be full of blisters
May my knees explode in pain
This pilgrimage is never ending
To much to earn, to much to gain
My camino to Santiago
Is just a symbol for the way
That will last as long I'm breathing
And make me loving day by day


Dedicated to the teachers of my live, the pilgrims I met and the women I love,
to lust, to longing and to love

Jetzt 2016 stand nun also der dritte Jakobsweg bevor, mein Plan war es in Salamanca zu starten und auf der Via de la Plata zu wandern, durch einsame, sonnenverbrannte Felder, ausgedörrte Ebenen und zerstreute kleine Dörfer.
Irgendwie war ich überzeugt, das ich wieder Liebe finden würde und so geschah es mir auch – allerdings auf eine Art und Weise die ich niemals erwartet hätte.

Diese Geschichte fühlt sich wertvoll genug an, um sich an sie zu erinnern – und so will ich sie in Wörtern und Bildern niederschreiben.
An dieser Stelle will ich diese kurze Einführung beenden und mit den Geschichten über meinen Camino con café, musica y amor beginnen, meiner Geschichte, wie ich Liebe fand...

Demut
2002

Gnädig bleibt der Schleier des Vergessens
eingefaltet in sich ruhn
hell in Gottes Licht getaucht
strahlt immer noch vergangnes Tun
wenn das Wort und der Gedanke
dem Glanz der Morgensonnen gleichen
wie sollt die Herrlichkeit der Welten
dem Dunkel des Vergessens weichen
In Gottes Liebe eingehüllt
wovon das Wort kann niemals zeugen
befiehlt es sich in Dankbarkeit
und demutsvoll das Haupt zu beugen











Donnerstag, 13. Oktober 2016

Camino con café, musica y amor (Engl.) - Introduction







Camino con café, musica y amor

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Diary of a finder








Bekenntnis und Versuch


Zeugnis soll dies sein
im Namen meines Vaters
und in der Zunge meiner Mutter
und zu Ehren meiner unbesiegten Sonne

nach bestem Wissen und Gewissen
will ich bekennen
was ich schaute und was ich sah
was ich dachte und erkannte
wohin ich ging und wohin mich meine Schritte führten
wen ich traf und was mich traf

wer glauben kann, mag glauben
wer zweifeln muss, soll zweifeln
doch ohne Lüge, treues Bild
ein Bekenntnis meiner
soll dies Zeugnis sein

Tom Hagemeister
Berlin 27.September 2016







1.Introduction - Who I am and why I need to write


My name is Tom, a name derived from Hebrew Thomas “Twin”, a bulls-eye I would tend to say.
Fully Tom Hagemeister and I'm calling myself nursing philosopher, poet and dilettantish singer-songwriter.
But over all I am a preacher of love.
I'm convinced that's what all is about, what drives us, what we are seeking for, what lets us grieve in its absence and makes us feeling lonely and weak but also strengthening our spine and inspiring to happiness when it is there.
I recently arrived back from my third Camino and feel the need to share my experiences with everyone who wants to listen and read.
This is a story about solitude and company, about doubts and believing, about human desire and the spiritual happiness, we all are looking for. I would like to call it a story bout love, a true Love-Story.

Ohne Titel II
07.04.1999

Wirr der Kopf
er will nicht schweigen
jener stete quellend Reigen
dir zum Ruhme singend Worte
plagen mich an jedem Orte
kann nicht schlafen
kann nicht essen
kann und will dich nicht vergessen
bist alles was ich will, begehre
bis der Grund das ich verzehre
mich in Sehnsucht in Verlangen
doch vergebens, bist gegangen


On the fourth of April 1999 a loss crushed into my life & ego as it happens to so many young. Just some weeks before I fell in love with a beautiful girl and was successful in gaining her affection - or at least I thought so. But after only twelve days she broke up with me, out of reasons that will play a role in the following stories too. From the just gained heaven I felt pushed down into hell but one thing remained. I could not forget that I wept tears of happiness holding her in my arms. But the following pain felt disconnected, was reasonable, was so different in how it worked compared to the earlier joy.
I was somehow convinced that it can't have its origin in my unreasonable love to her.
That was the day when I started seeking, trying to understand what love is and where the real reason of its pain can be found.
My search drove me into more than three years of death-wanting depression, made me turn away from the things that fascinated me before. My aunt gave me a first hint to look into religion and book by book I learned more about what other seekers already found out. I put away the given advice and the “Celestine prophecy”, found them “much too white” and started with Aleister Crowleys “Magick” instead, discovered Blavatskys & Steiners Theosophy and somehow stumbled over Annie Besants Comment, the voice of silence and the ideas of Hinduism and Buddhism. Thorwald Detlefsen gave with “Schicksal als Chance” other important impulses. Still driven by pain and the desperate search for ways to silence my crying heart, I decided in idealistic absolutism of the young to retreat into a Buddhist monastery in Kandersteg/Switzerland to study their ways in appropriate “style”.
Although I only stayed there for little more than one week, I learned lessons for my life.
During meditation I was able to stop thinking for an endless moment and when I awoke I was weeping out of happiness again.
An experience that continued to give me strength & trust in every following dark and doubting moment of my further life.
My favourite image to describe this feeling is my convincing, that I could sit naked inside of a desert - still I would have everything in me to be happy - if I'm able to let time go and find it – and the possibility of this is proved by own experience!

इन्द्रं॑ मि॒त्रं वरु॑णम॒ग्निमा॑हु॒रथो॑ दि॒व्यः स सु॑प॒र्णो ग॒रुत्मा॑न् ।
एकं॒ सद्विप्रा॑ बहु॒धा व॑दन्त्य॒ग्निं य॒मं मा॑त॒रिश्वा॑नमाहुः ॥४६॥

Ṛg Veda 1.164.46

I also discovered that I don't need to learn new languages and rituals, all that Buddha once said is the same the Bible is about, two religions are talking bout love all the time - I needed to study and find out more! Now I enjoyed and understand what “Celestine Prophecy” was written about – a book worth reading. Another treasure was a lucky find in an antique shop - “Die großen Eingeweihten” by Eduard Schoure, engraved into the book cover a symbol that hopefully soon will be engraved into my skin too, no longer only in my soul.
Around this time my aunt made me a rare present and introduced me into the first grade of Reiki, something that proved theories with existence too. She also gave me two books with great impact on me – Armin Risi's “Der multidimensionale Kosmos” & Barbara Ann Brennans “Licht-Heilung”.
So I went back to Germany, wanting to start philosophical studies and comparative religious science. I was not able to begin immediately, cause I missed the start at university in Berlin. I tried to cover the time by studying computer science, something I was interested in throughout my youth. But soon I found out that the quantity of numbers didn't mean anything to me any longer, the quality of numbers was now what fascinated me.
So after only one semester I finally moved to Berlin and switched over to philosophy and comparative religious science. What I learned there and why I stopped it after 2 ½ years, I will also explain in more detail in the stories of this book. I was reading Cusanus & Aurelius Augustinus and stumbled over “Kasskara und die sieben Welten” hunting for a girl. I fought for Rudolf Steiners “Aus der Akasha-Chronik” and fled Nietsche, twisted my head delightful with Heiddegger and only formal logic was frightening me a lot. I collected pieces of knowledge from the holy books, studied the surface of Kabbalah, Bhagavad Gita and Bible, read ancient legends & stories, discovered Rumi, Teresa of Ávila and St.Francis of Assisi. I learned to change perspective, to argue,to listen and to point out flaws. Finally I made my peace with the church, saw her core and no longer only her clothes.
Unfortunately it turned out that after a while it was quite impossible to communicate what I learned to people that were outside of my academical sphere. This and the events that shook the world in 2003 (Iraq war of Bush II.) convinced me that I need to learn something practical in addition.
Out of a sudden impulse I stopped my studies (at least at university) and started a nursing education.
In this period of my life I also met the second earth-shaking woman of my life.
She changed my view of reality significantly as I learned to accept my desire as a necessary part of my existence. An indivisible, unavoidable but also incredible exiting challenge and task.
And I wept again...after the first real hopeless and believing prayer, filled by humility after an answer of love and compassion.
At the end of my nursing education I fell in love with the third woman.
She taught me  about the importance of lust and accompanied me for nearly three years.
Her lessons were out of joy and pain, a shaking dose of living the life!
I owe her a lot and unfortunately she is the only one I lost contact with. I left in anger and hurt pride and it took long to find back.
The little time left, while learning to enjoy living life, was filled with reading whatever was in reach and trying to puzzle together my perspective of reality. A product and symbol of this time is my still incomplete “Griechische Theogonie”.

Since then I'm working as a nurse for different companies, first caring for people who need artificial breathing, later for the famous German hospital Charité at an urological/ nephrologic station with specialisation on kidney transplantation.
After that I started to gain some experience in dialysis and now I'm trying to prepare myself with help of a temporary employment agency for working on a cruise ship to learn more about the world.

I read first about the Camino during my depression period in the famous book “The pilgrimage” written by Paulo Coelho. Instantly I found the idea to walk it on my own highly appealing, but still it was a long time to go till I finally made it.
Funnily my younger cousin gave me the final push into practice as he walked it instead of just talking about the idea.
Inspired by the Way he came back in love, infected by the Camino fever, soon planning his second one.
He invited me to join and so I did. We decided to try out the Portuguese way and started 2012 in Porto for a trip of around 220 km. It was an great experience, although I carried a lot of emotional burden with me, still hurt in my masculine pride by the break-up more than 2 years prior. But the Camino rewarded me instantly and I won the heart of an amazing woman from England…and of course she conquered mine easily too. Although the conditions were difficult, I shared wonderful 1½ years with her, but out of my mistakes her doubts made it impossible for us to continue our way together. But I learned a very important lesson, I found out which kind of woman I want to have at my side, someone to compete and rest with, equally challenge and reward. She gave me lessons in compassion and awareness, in strength, respect and consequence. I found trusting in Truth and Love rewarded and in reach of fulfilment. How could I give up search now ?!



Less than half a year afterwards I started my second Camino, this time alone and on the Northern route with 330km to go.
Honestly my main motivation was to come over the self-owed loss and to get back into the mood that made me so happy on my first way. And it worked out, although it happened in an unexpected way. After around half of the distance I met a Slovak woman and she enchanted me in a completely different way with her style to look at and live the world. Although we didn't manage to find to each other on the Camino, I visited her shortly afterwards in Bratislava and another important period of my life began.

Unfortunately we did not manage to develop our relationship in depth and stayed for too long on the surface of our personalities. Much too soon we started to live next to each other instead together, loosing our desire to discover and that crushed the hope of a joyful future perspective. So I made the painful decision of continuing my way alone again. But the lesson learned was nonetheless important, 'cause I learned what I don't want in life, what I can't bear and how difficult it sometimes can be to follow your heart, how easy it is to fall asleep in satisfaction, how painful and still how rewarding it is to risk everything for love.

pilgrimage
25.9.2014


May the hills be steep and stony
May the way cross road and field
On and on my feet are walking
And love and faith they are my shield
May the sun burn hot down on me
May the wind blow in my face
May the rain will keep on falling
Ev'rywhere I see your grace
May my feet be full of blisters
May my knees explode in pain
This pilgrimage is never ending
To much to earn, to much to gain
My camino to Santiago
Is just a symbol for the way
That will last as long I'm breathin
And make me loving day by day

Dedicated to the teachers of my live, the pilgrims I met and the women I love,
to lust, to longing and to love

Now 2016 was the third Camino ahead, the plan was to start in Salamanca on the Via de la Plata - for a distance of around 440km, through lonely, sunburned fields, barren plains and scattered small villages.
Somehow I was convinced I would find love again and so I did - although in a way I never had expected.
This story feels worth to remember and in words and pictures I'll write it down.
At this point I want to end the introduction and start with the stories about my Camino con café, musica y amor, my story of finding love...


Demut
2002

Gnädig bleibt der Schleier des Vergessens
eingefaltet in sich ruhn
hell in Gottes Licht getaucht
strahlt immer noch vergangnes Tun
wenn das Wort und der Gedanke
dem Glanz der Morgensonnen gleichen
wie sollt die Herrlichkeit der Welten
dem Dunkel des Vergessens weichen
In Gottes Liebe eingehüllt
wovon das Wort kann niemals zeugen
befiehlt es sich in Dankbarkeit
und demutsvoll das Haupt zu beugen