Liebes Nocti Vagus Team,
ich hatte am Samstag dem 15.08.2015 für
2 Personen das Überraschungsmenü mit der Fever-Show gebucht und
sehe mich im Nachhinein dazu gezwungen, ihnen ein paar Zeilen dazu
zu
schreiben.
Denn kurz gesagt – wurde ich bitter
enttäuscht!
Ich war 2012 schon einmal Gast und
hatte nur beste Erinnerungen, darum lag es nah, anlässlich des
Geburtstages meiner Begleiterin mit etwas Außergewöhnlichem zu
überraschen.
Dies war es auch – allerdings zumeist
in negativer Hinsicht.
Einiges kann man mit gutem Willen als
Kleinigkeit abtun, anderes jedoch waren gravierende Fehler und
Versäumnisse.
Aber der Reihe nach...
Ich reservierte am Vortag über ihre
Website zu 18 Uhr und gab dabei alle wichtigen Informationen an,
unter Anderem auch eine Allergie gegen Sellerie.
Kurz darauf erhielt ich den Anruf eines
freundlichen Mitarbeiters, der mich fragte ob es möglich sein
unsere
Reservierung auf 18:30 zu verschieben, was auch an sich kein
Problem
darstellte.
Allerdings stellte sich dann erst
zufällig bei meiner Nachfrage bezüglich der vermutlichen Länge des
Dinners in einem Nebensatz der Antwort heraus, dass das
eigentliche
musikalische Programm erst im Anschluss gegen 21 Uhr stattfinden
würde. Dies war auf ihrer Internetseite jedoch
anders beschrieben, insofern als das dort davon die Rede ist, das
uns
„Die französische Sängerin Bianca
durch
den Abend begleitet“.
Das sich das auf einige wenige Songs zum
Abschluss bezog, war diesem Satz nicht zu entnehmen.
In
diesem Zusammenhang möchte ich zudem erwähnen, das unser Kellner
zunächst davon sprach, die Künstlerin würde zwischen den Tischen
herumwandern – was nicht der Fall war. Auf
unsere spätere Nachfrage erklärte er, das das Mikrofon einige
Tage
vorher kaputt gegangen wäre und scheinbar noch nicht wieder
repariert sei.
Meiner Interpretation nach heißt dies, das wir ein
eingeschränktes Programm,welches zudem nicht der Ankündigung
entsprach präsentiert bekamen, dafür aber den vollen Preis
bezahlen
mussten.
Zunächst
aber hieß es für uns nur, das diese Programmgestaltung unsere
Abendplanung durchkreuzte, die eigentlich einen späteren
Konzertbesuch vorsah.
Im
Moment des Telefonats konnte und wollte ich jedoch nicht spontan
stornieren, da zum Ersten eine Stornierung von ihnen ja auch
ausdrücklich ausgeschlossen wird,zum Zweiten ich dies nicht ohne
vorherige Absprache entscheiden wollte und zum Dritten ich auch
weiterhin voller Vorfreude auf ein tolles Erlebnis war.
Als
wir dann pünktlich bei ihnen waren, wurden wir zunächst gebeten
noch oben Platz zu nehmen.
Freundlich
wurde unsere Menü und Getränkewahl erfragt, wobei der Kellner
bei
unserer Anmerkung bezüglich der Allergien noch damit punktete,
das
er diese sofort von sich aus als bekannt erwähnte.
Dann
wurde uns eine „Aufmerksamkeit der Küche“ gebracht, die sich in
der Nachbetrachtung als 1.Gang herausstellt, der aber
offensichtlich
nicht „in the dark“ serviert wurde.
Ich
würde empfehlen, das dann auch in der Präsentation so zu
benennen
und im Vorfeld darauf hinzuweisen, das nur drei Viertel des
Menüs im
Dunkeln stattfinden.
Das
wir dann noch bis ca. 19 Uhr warten mussten, bis wir an unsere
Plätze
gebracht wurden, war angesichts der dort folgenden Überraschung
dann
aber nur ein marginales Problem.
Denn
dort angekommen stellte sich heraus, das wir am gleichen Tisch
gegenüber von zwei Fremden platziert wurden. Dies war zwar
glücklicherweise nette Gesellschaft – wenn ich jedoch knapp 150€
für ein Essen bezahle, vor Allem im Rahmen eines Geburtstages,
dann
erwarte ich schlichtweg etwas Privatsphäre oder zumindest einen
Hinweis vor der Buchung, im Telefongespräch oder allerspätestens
oben im Hellen!
Auch
unsere Tischnachbarn teilten Überraschung, Meinung und Problem,
so
scheint dies kein Einzelfall, sondern generelles
Informationsversäumnis zu sein.
Diese
Art von Sitzorganisation ist jedoch alles andere als üblich oder
für
den Reservierenden vorhersehbar.
Aus
dem Mangel an Privatsphäre ergab sich zudem, das wir keine
Möglichkeit hatten, uns spontan auszutauschen und den Tisch
direkt
abzulehnen...aus Höflichkeit gegenüber unseren Gegenübern, aus
Unsicherheit im Dunkel und aus der Überraschung der Situation
heraus.
Ein
nette Unterhaltung mit vollkommen Fremden war dann das Ergebnis,
aber
auch der Umstand, das ich mein Weinglas in Richtung meines
Gegenübers
verschüttete oder er mein Besteck betastete – beides natürlich
versehentlich, zwischen Fremden jedoch sehr unangenehm.
Es
sollte sie bedenklich stimmen, das ich immer noch nicht beim
größten
Fauxpas angelangt bin.
Von
unserem sympathischen Kellner wurden wir dann nochmal nach
unserer
Menüwahl befragt, auch hier erwähnten wir noch einmal die
Sellerieallergie, woraufhin er nur antwortete, das dies im
aktuellen
Fall ein sehr wichtiger Hinweis wäre.
Kurz
und knapp – als dann später der Hauptgang des Überraschungsmenüs
kam, kam er mit Selleriepürree, was wir zunächst kaum glauben
wollten. Leider bestätigte unser Kellner unsere ungläubige
Nachfrage und suchte die Schuld für die Verwechslung in der
Küche.
Zu
unserem und ihrem Glück handelt es sich nur um eine sehr leichte
Allergie gepaart mit einem starken Gefühl der Widerwärtigkeit,
ich
denke ich muss ihnen nicht vor Augen halten, welche Auswirkungen
eine
stärkere Reaktion, vor allem angesichts der Umgebung, hätte
haben
können!
Wir
erhielten dann zügig einen anderen Ersatz, der scheinbar dem
Menü
II entnommen war, das unsere Gegenüber schon vor uns erhalten
hatten
und dessen Zusammensetzung uns darum schon bekannt war...soviel
zum
Thema Überraschungsmenü, das nur unliebsame Überraschungen
bereit
hielt.
Als
letztes dann im Dessert.
Zunächst
einmal erhielt eine der Beiden Fremden das falsche Dessert
(Überraschung statt Menü II).
Dann
wurde uns später im Rahmen der Erklärungen zu unser aller
Erstaunen
mitgeteilt, das unser Dessert jeweils etwas Eis enthielt.
Das
wir dies nicht finden konnten, wurde uns damit entschuldigt, das
man
nicht erwarten könnte, das bei es bei diesen Temperaturen sehr
lange
seine feste Form bewahre...
Dies
war beileibe nicht nur ein Problem an diesem Tag und wenn sie
ein
Produkt nicht in essbarer Form zum Kunden bringen können, dann
können sie es halt nicht anbieten und müssen sich eine
Alternative
überlegen.
Neben
dem Fehlen des Eises beklagten die Damen zudem überzeugt das
Fehlen
der später beschriebenen Trüffel, das kann ich aus eigener
Perspektive allerdings aus Mangel an Trüffelerfahrung weder
bestätigen noch widerlegen.
Vielleicht
sollte ich zudem erwähnen, das es wenig vorteilhaft wirkt, wenn
auf
Nachfrage zur Ferkelpraline erklärt wird “Es ist eine kleine
Wurst, aber so könne man es ja nicht nennen, wenn man soviel
Geld
dafür bezahlen soll“...(Freies Zitat)
Als
letzten Punkt betreffend der gastronomischen Versäumnisse muss
ich
leider auch noch die Getränke erwähnen. Mein Gegenüber bestellte
als Erster und bekam erst nach zweifacher Nachfrage und
inakzeptabler
Wartezeit nach uns sein Bier, wir brauchten uns glücklicherweise
nur
einmal erkundigen, mussten jedoch auch vom Hauptgang an bis nach
dem
Dessert auf unseren Wein warten.
Nach
dem Essen sprach ich oben vor dem Bezahlen einen Kellner auf die
drei
schwerwiegendsten Punkte an – die Platzierung, das Vergessen der
Allergie und die extrem lange Dauer des Getränkeservices. Als
Ausgleich wurde uns neben Entschuldigungen eine Runde Prosecco
oder
ein anderes Getränk der Wahl angeboten.
Dies
nahmen wir dann auch an, mir als Initiator der Beschwerde lag in
diesem Moment auch nicht an weitergehender Konfrontation. Dies
lag
aber nur an meiner Begleiterin, die den Abend trotz der
geschilderten
Ereignisse in einen angenehmen verwandelte.
Deshalb
habe ich mich mit ein wenig Abstand trotzdem dazu entschlossen,
ihnen
diesen Abend aus Sicht eines Gastes zu schildern.
Sicherlich
kam da auch viel Unglück zusammen, einiges jedoch erscheint mir
korrigierbar und Versäumnissen ihrerseits geschuldet.
In
der Zusammenfassung hat mich der Besuch in allen Aspekten
enttäuscht,
sowohl Service als auch Show und Essen konnten bei weitem nicht
überzeugen.
Nunmehr kann ich leider das Nocti Vagus keineswegs mehr mit
gutem
Gewissen empfehlen und ein dritter Besuch erscheint mir ebenso
unwahrscheinlich.
Ich
würde mich dennoch über eine Stellungnahme ihrerseits freuen und
verbleibe mit den besten, konstruktiven Wünschen
Tom
Hagemeister
Antwort: Fehlanzeige
2.Mail
08.09.2015
Wertes Nocti Vagus Team,
am 20.08.2015 hatte ich ihnen in einer längeren E-Mail einen
misslungenen Abend bei ihnen aus Gästesicht geschildert und um eine
Stellungnahme ihrerseits gebeten.
Leider erfolgte von ihrer Seite keinerlei Reaktion.
Diese erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber ihren Gästen werde ich
von nun an zum Anlass nehmen, im privaten Kreis und in den sozialen
Medien aktiv vom Besuch ihres Restaurants abzuraten und von meine
Erfahrungen dort berichten.
Mit bedauerndem Gruß
Tom Hagemeister
Antwort: Nur 2 Minuten später
Sehr geehrter Herr Hagemeister,
entschuldigen Sie bitte ich werde dazu Stellung nehmen demnächst. Es
ist leider untergegangen. Ich bitte Sie vielmals um Entschuldigung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr NOCTI VAGUS Team
XXX
Meine Reaktion:
Vielen Dank für die diesmal schnelle Reaktion. Werde mein angekündigtes
Vorgehen damit erstmal zurückstellen und warte auf ihre Antwort.
Mit freundlichem Gruß
Tom Hagemeister
angekündigte Stellungnahme: Fehlanzeige
Abschließende Mail meinerseits:
15.09.2015
Da sie ihren Worten leider keine Taten folgen lassen, muss ich dies mit
den meinen tun.
Mit bedauerndem und enttäuschtem Gruß
Tom Hagemeister
Reaktion ca. 1 Stunde nach der Veröffentlichung
Sehr geehrter Herr Hagemeister,
ich
hatte Ihnen letzte Woche am 08.09.2015 geschrieben das ich mich
demnächst bei Ihnen melden werde. Ich hab mit der Küche gesprochen und
auch mit der Restaurantleiterin die sich der Sache annimmt und Ihnen
auch diese Woche eine Stellungnahme zukommen lassen hätte. Ich weiß Sie
sind aufgebracht wegen des Abends und das ist auch verständlich.
Wie
gesagt die Restaurantleiterin lässt Ihnen diese Woche gerne eine
Stellungnahme zukommen wenn Sie das noch Wünschen. Ich bitte Sie
außerdem wenn Sie ihre Erklärung in entsprechenden Foren verzeichnen das
Sie die Namen herrausnehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr NOCTI VAGUS Team
XXX
Meine Reaktion
Werter Herr XXX!
Zunächst einmal meine Entschuldigung für die öffentliche Nennung ihres
Namens, werde diesen umgehend bei Facebook und in meinem Blog
unkenntlich machen. Zudem möchte ich aber hinzufügen, das ich auch
diesen Teil der Konversation anonymisiert dem bereits gepostetem
hinzufügen werde. Mir liegt nicht an einer einseitigen Darstellung der
Vorkommnisse und da ihr Mail ihr Bemühen demonstriert, will ich dies
auch keinesfalls verschweigen.
Bezüglich des Zeitpunkts meiner Veröffentlichungen - ich empfinde 7 Tage
Frist für eine Stellungnahme als angemessene Zeitspanne, besonders
angesichts der bisherigen Nichtreaktion.
Ich bin weiterhin sehr interessiert an einer Stellungnahme ihrerseits.
Mit freundlichem Gruß
Tom Hagemeister
Stellungnahme vom 22.09.
Sehr geehrter Herr Hagemeister,
im Anhang finden Sie die Stellungnahme unserer Restaurantleiterin.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr NOCTI VAGUS Team
XXX
--> ANHANG
Sehr geehrter Herr Hagemeister,
erstmal möchte ich mich für die Unannehmlichkeiten bei Ihnen und Ihrer Begleiterin entschuldigen. Leider war ich an dem Abend dem 15.08.2015 nicht zugegen sodass ich nur mitfühlen kann wie der Abend abgelaufen sein könnte.
Ich habe mit der Küche und den Service Personal gesprochen und diese haben mir versichert dass es keine Absicht war lediglich ein einmaliges versehen.
Gerne möchte ich Sie und Ihre Begleiterin zu einem Montag (ohne Show, ohne Getränke) einladen, damit Sie sich selbst überzeugen können dass es lediglich ein einmaliger Vorfall war.
Bitte reservieren Sie vorher bei uns.
Mit freundlichen Grüßen
Die Restaurantleitung